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Kontonummer und BLZ aus der IBAN ablesen

Jede deutsche IBAN enthält Ihre Bankleitzahl und Ihre Kontonummer. Die BLZ steht an den Stellen 5 bis 12, die Kontonummer an den Stellen 13 bis 22. Meist genügt es, die Nullen am Anfang der Kontonummer wegzulassen. Bei einigen Banken stimmt die so abgelesene Nummer aber nicht genau mit der alten Kontonummer überein. Hier lesen Sie, wie das Ablesen geht, wo die Ausnahmen liegen und woher die Bankdaten stammen.

Die vier Teile einer deutschen IBAN

Eine deutsche IBAN hat immer 22 Zeichen. Die Bundesbank beschreibt den Aufbau so: Ländercode DE, zwei Prüfziffern, achtstellige Bankleitzahl, zehnstellige Kontonummer. Ist die Kontonummer kürzer als zehn Stellen, wird sie links mit Nullen aufgefüllt.

  • LandDE
  • Prüfziffern89
  • Bankleitzahl (BLZ)37040044
StellenTeilIm BeispielBedeutung
1–2LändercodeDEDeutschland
3–4Prüfziffern89sichern die ganze IBAN gegen Tippfehler
5–12Bankleitzahl37040044Commerzbank, Köln; BIC COBADEFFXXX
13–22Kontonummer0532013000Kontonummer 532013000

Muster-IBAN aus dem SWIFT IBAN-Register. Bankname und BIC: Quelle: Deutsche Bundesbank.

Die Bankleitzahl ablesen

Zählen Sie vom Anfang: D und E sind Stelle 1 und 2, die Prüfziffern Stelle 3 und 4. Die nächsten acht Ziffern sind die BLZ. In der Papierform mit Leerzeichen ist das besonders einfach: Die zweite und die dritte Vierergruppe zusammen ergeben die BLZ. Bei DE89 3704 0044 0532 0130 00 ist das 37040044.

Welche Bank dahintersteht, steht in der Bankleitzahlendatei der Deutschen Bundesbank. Für 37040044 nennt sie die Commerzbank in Köln mit dem BIC COBADEFFXXX. Sie können jede BLZ in unserer Bankleitzahl-Suche nachschlagen, auch rückwärts nach Bankname oder BIC.

Die Kontonummer ablesen

Die letzten zehn Stellen der IBAN sind die Kontonummer in zehnstelliger Form. In der Papierform sind das die vierte und fünfte Vierergruppe plus die zwei Ziffern am Schluss: 0532 0130 00. Nullen am Anfang gehören nicht zur eigentlichen Kontonummer, sondern füllen nur auf. Die Kontonummer im Beispiel lautet also 532013000.

Vorsicht bei Nullen am Ende: Die gehören zur Kontonummer. Nur führende Nullen fallen weg.

Warum der Rückweg nicht immer genau stimmt

Für die meisten Konten gilt die einfache Regel: BLZ und Kontonummer stehen unverändert in der IBAN. Bei der Umstellung auf die IBAN haben einige Banken ihre alten Kontonummern aber nach eigenen Verfahren umgerechnet. Die Bundesbank nennt diese Verfahren IBAN-Regeln. Gründe dafür waren zum Beispiel:

Wenn Ihre Bank eine solche Regel anwendet, stimmen BLZ oder Kontonummer aus Ihrer IBAN nicht genau mit den Angaben auf alten Unterlagen überein. Das Konto ist trotzdem dasselbe. Für Zahlungen zählt heute ausschließlich die IBAN. Laut Bundesbank haben die IBAN-Regeln heute vor allem noch Bedeutung für Schecks, die vor dem 21. November 2016 gedruckt wurden.

Welche Bank welche Regel nutzt, ist nicht öffentlich

Die Bundesbank veröffentlicht ihre Bankleitzahlendatei frei. Ein Feld fehlt darin aber: das Kennzeichen, welche IBAN-Regel zu einer Bankleitzahl gehört. Die erweiterte Datei mit diesem Feld und die Übersicht der IBAN-Regeln stellt die Bundesbank nur registrierten Unternehmen über ihre Plattform NExt zur Verfügung.

Unser IBAN-Rechner kennt diese Liste deshalb nicht. Für Banken, von denen eigene Regeln bekannt sind – Commerzbank, Deutsche Bank (auch Norisbank), HypoVereinsbank, Oldenburgische Landesbank und die Bundesbank –, berechnet er keine IBAN, ebenso für neue oder zur Löschung vorgesehene Bankleitzahlen. Für alle anderen rechnet er nach der Standardregel: BLZ plus Kontonummer, links mit Nullen auf zehn Stellen aufgefüllt, und weist darauf hin. Vergleichen Sie das Ergebnis mit der IBAN auf Ihrem Kontoauszug; die IBAN Ihrer Bank ist immer die verbindliche.

Umgekehrt gilt dasselbe: Wenn Sie aus einer IBAN die Kontonummer ablesen, bekommen Sie die Nummer, wie sie in der IBAN steht. Für die meisten Konten ist das genau Ihre alte Kontonummer. Bei Banken mit eigener Regel kann sie abweichen.

Zum Vergleich: Österreich

Wie stark das von Land zu Land abweicht, zeigt die österreichische Muster-IBAN aus dem SWIFT-Register: AT61 1904 3002 3457 3201. Sie hat nur 20 Zeichen. Nach AT und den Prüfziffern 61 folgen eine fünfstellige Bankleitzahl, 19043, und eine elfstellige Kontonummer, 00234573201. Wer eine österreichische IBAN mit dem deutschen Schema liest, landet bei einer falschen Bankleitzahl. Die Stellen 5 bis 12 gelten nur für Deutschland. Für andere Länder finden Sie den Aufbau auf den Länderseiten; die deutsche Seite ist IBAN Deutschland.

Schritt für Schritt: eine IBAN zerlegen

  1. Leerzeichen entfernen und prüfen, ob die IBAN mit DE beginnt und genau 22 Zeichen hat.
  2. Die Zeichen 3 und 4 überspringen. Das sind die Prüfziffern, keine Bankdaten.
  3. Die Zeichen 5 bis 12 abschreiben. Das ist die Bankleitzahl, immer achtstellig, auch wenn sie mit einer Null beginnt.
  4. Die Zeichen 13 bis 22 abschreiben und führende Nullen streichen. Das ist die Kontonummer.
  5. Die BLZ in der Bankleitzahl-Suche nachschlagen und prüfen, ob die Bank zu dem passt, was Sie erwarten.

Die Bankleitzahlendatei der Bundesbank

Die Bundesbank gibt die Bankleitzahlendatei viermal im Jahr neu heraus. Jede Fassung gilt für einen festen Zeitraum. Die aktuelle Datei gilt vom 7. September 2026 bis 6. Dezember 2026 und enthält 3.507 Bankleitzahlen. Unsere Werkzeuge verwenden genau diese Datei. Sie enthält zu jeder Bankleitzahl unter anderem:

Die Prüfziffernmethoden für Kontonummern werten wir nicht aus. Ob eine Kontonummer nach der Methode ihrer Bank stimmt, prüfen unsere Werkzeuge also nicht. Gelöschte Bankleitzahlen zeigen wir dagegen an, samt Nachfolger. Bekommen Sie diesen Hinweis für Ihre eigene IBAN, fragen Sie Ihre Bank nach der aktuellen IBAN.

Nach den Nutzungsbedingungen der Bundesbank dürfen die Daten weitergegeben werden, wenn die Quelle genannt wird. Deshalb steht unter jedem Ergebnis: Quelle: Deutsche Bundesbank.

Wann Sie BLZ und Kontonummer heute noch brauchen

Ablesen lassen statt zählen

Wenn Sie nicht zählen wollen: Fügen Sie die IBAN bei IBAN prüfen ein. Die Prüfung zerlegt sie in Ländercode, Prüfziffern, BLZ und Kontonummer, zeigt Bankname und BIC aus der Bundesbank-Datei und meldet, ob die Prüfziffern stimmen. Den umgekehrten Weg, von Kontonummer und BLZ zur IBAN, geht der IBAN-Rechner mit der beschriebenen Standardregel – für Banken mit bekannten eigenen IBAN-Regeln rechnet er nicht.

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Prüft nur Aufbau und Prüfziffern, nicht, ob das Konto existiert oder wem es gehört. Grundlage: SWIFT IBAN Registry, Stand 17. September 2026. · Bankleitzahlendatei der Deutschen Bundesbank (7. September 2026) · Haftungsausschluss

Mehr zum Aufbau der deutschen IBAN finden Sie auf der Seite IBAN Deutschland. Wie IBANs anderer Länder aussehen, steht in Was ist eine IBAN?, und wie die zwei Prüfziffern berechnet werden, in IBAN-Prüfziffer berechnen.

Häufige Fragen

An welcher Stelle steht die BLZ in der IBAN?

An den Stellen 5 bis 12, direkt nach DE und den zwei Prüfziffern. In der Schreibweise mit Leerzeichen sind das die zweite und dritte Vierergruppe.

Warum beginnt die Kontonummer in meiner IBAN mit Nullen?

Die IBAN sieht für die Kontonummer immer zehn Stellen vor. Kürzere Kontonummern werden links mit Nullen aufgefüllt. Diese Nullen gehören nicht zur eigentlichen Kontonummer.

Die Kontonummer in meiner IBAN ist eine andere als auf alten Unterlagen. Ist das ein Fehler?

Meist nicht. Einige Banken haben ihre Kontonummern nach eigenen IBAN-Regeln umgerechnet, etwa wegen Unterkonten oder Fusionen. Maßgeblich ist die IBAN, die Ihre Bank Ihnen nennt.

Woher kommen Bankname und BIC zur BLZ?

Aus der öffentlichen Bankleitzahlendatei der Deutschen Bundesbank, gültig vom 7. September 2026 bis 6. Dezember 2026. Suchen können Sie in der Bankleitzahl-Suche.