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Ist es sicher, die IBAN weiterzugeben?

Ihre IBAN ist dazu da, weitergegeben zu werden: Wer Ihnen Geld schicken soll, braucht sie. Mit der IBAN allein kann niemand Geld von Ihrem Konto überweisen. Das eine echte Risiko sind Lastschriften, die jemand ohne Ihre Zustimmung einzieht, und dafür gibt das EU-Recht Ihnen klare Fristen, um das Geld zurückzuholen. Hier steht, was mit einer IBAN möglich ist, was nicht, und was Sie im Ernstfall tun.

Was jemand mit Ihrer IBAN tun kann

Was mit der IBAN allein nicht geht

Die Faustregel: Die IBAN ist wie Ihre Postanschrift. Viele Leute kennen sie, und das ist in Ordnung. Zugangsdaten, PIN und TAN dagegen gehören niemandem außer Ihnen. Geben Sie eine TAN nie heraus, weil jemand per E-Mail, SMS oder Telefon danach fragt.

Falsche Lastschrift: so holen Sie Ihr Geld zurück

Für Lastschriften gelten zwei Fristen aus der EU-Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2, Richtlinie (EU) 2015/2366). Sie unterscheiden sich danach, ob Sie die Lastschrift erlaubt haben.

FallFristGrundlage
Sie haben ein Mandat erteilt, sind aber mit dem Betrag nicht einverstanden8 Wochen ab Belastung, ohne BegründungPSD2 Art. 76–77
Es gab gar kein Mandat (nicht autorisierte Zahlung)bis 13 Monate ab Belastung, Bank unverzüglich informierenPSD2 Art. 71

Innerhalb von 8 Wochen erstattet die Bank eine SEPA-Basislastschrift bedingungslos. Sie müssen nicht erklären, warum. In vielen Banking-Apps geht das mit einer Taste bei der Buchung. Ob die Forderung des Händlers berechtigt ist, klären Sie danach direkt mit ihm.

Nach 8 Wochen zählt, ob die Lastschrift autorisiert war. Hat jemand Ihre IBAN ohne Ihr Mandat benutzt, ist die Zahlung nicht autorisiert. Dann melden Sie sie Ihrer Bank, sobald Sie sie bemerken, spätestens 13 Monate nach der Belastung.

Daraus folgt der wichtigste Rat dieses Artikels: Sehen Sie Ihre Kontoumsätze regelmäßig durch. Eine fremde Lastschrift, die Sie innerhalb von acht Wochen bemerken, ist mit wenigen Klicks erledigt.

Empfängerüberprüfung: Name und IBAN werden abgeglichen

Seit dem 9. Oktober 2025 müssen Banken im Euroraum vor jeder Überweisung prüfen, ob der eingegebene Name des Empfängers zur IBAN passt. Grundlage ist die Verordnung (EU) 2024/886, die einen Artikel 5c in die SEPA-Verordnung einfügt. Banken in EU-Ländern außerhalb des Euroraums müssen das bis zum 9. Juli 2027 einführen. Die Prüfung ist für Sie kostenlos.

Praktisch heißt das: Sie tippen Name und IBAN ein, und bevor Sie die Überweisung freigeben, zeigt Ihre Bank, ob der Name zum Konto gehört. Passt er nicht oder nur ungefähr, bekommen Sie einen Hinweis. Sie entscheiden dann selbst, ob Sie trotzdem überweisen. Nehmen Sie diesen Hinweis ernst, vor allem bei größeren Beträgen und neuen Empfängern.

Die Empfängerüberprüfung schützt auch Sie als Empfänger. Wer Ihnen Geld schicken will und sich bei Ihrer IBAN vertippt, landet mit hoher Wahrscheinlichkeit schon bei den Prüfziffern im Fehler. Wer stattdessen eine echte, aber fremde IBAN eingibt, sieht, dass der Name nicht passt.

Gefälschte Rechnungen mit ausgetauschter IBAN

Eine verbreitete Betrugsmasche zielt nicht auf Ihre IBAN, sondern auf Ihre Überweisungen. Sie bekommen eine Rechnung, die echt aussieht: Logo, Rechnungsnummer, Betrag stimmen. Nur die IBAN wurde ausgetauscht. Manchmal kommt dazu eine E-Mail, angeblich vom Lieferanten, die eine „neue Bankverbindung“ mitteilt.

Woran Sie das erkennen:

Rufen Sie im Zweifel beim Absender an, und zwar unter der Nummer, die Sie schon kennen, nicht unter der aus der verdächtigen E-Mail. Eine neue Bankverbindung, die nur per E-Mail angekündigt wird, sollten Sie nie ungeprüft übernehmen.

Geld an die falsche IBAN überwiesen

Haben Sie sich vertippt oder einer gefälschten Rechnung vertraut, gilt Artikel 88 der PSD2: Die Bank führt die Zahlung mit der IBAN aus, die Sie angegeben haben. Sie haftet nicht dafür, dass die IBAN falsch war. Sie muss sich aber in zumutbarem Umfang bemühen, das Geld zurückzuholen. Melden Sie sich deshalb sofort bei Ihrer Bank. Je schneller, desto eher liegt das Geld noch auf dem Empfängerkonto.

Ein reiner Tippfehler führt übrigens selten zu einer Zahlung. Die zwei Prüfziffern der IBAN erkennen jede einzelne falsche Ziffer und jeden Zahlendreher benachbarter Ziffern in einer deutschen IBAN. Banking-Programme weisen eine solche IBAN in der Regel schon bei der Eingabe zurück. Gefährlich ist eine falsche IBAN, die formal korrekt ist, weil sie zu einem echten fremden Konto gehört. Wie die Prüfziffern arbeiten, erklärt IBAN-Prüfziffer berechnen.

Wenn Ihre IBAN missbraucht wurde

  1. Lastschrift in Ihrem Online-Banking zurückgeben, solange die 8 Wochen laufen.
  2. Ihre Bank informieren, vor allem wenn die 8 Wochen vorbei sind oder mehrere fremde Lastschriften auftauchen. Bei nicht autorisierten Zahlungen gilt die 13-Monats-Frist.
  3. Den Händler oder Dienst anschreiben, der die Lastschrift eingezogen hat, und mitteilen, dass Sie kein Mandat erteilt haben.
  4. Bei Betrug Anzeige bei der Polizei erstatten. Die Anzeige hilft auch, wenn Forderungen eines Inkassobüros folgen.
  5. Wenn das Konto immer wieder belastet wird: mit der Bank über eine Sperre für Lastschriften bestimmter Gläubiger oder ein neues Konto sprechen.

IBAN prüfen, ohne sie preiszugeben

Bevor Sie eine IBAN aus einer Rechnung übernehmen, können Sie sie mit IBAN prüfen kontrollieren. Die Prüfung läuft vollständig in Ihrem Browser. Die IBAN wird nicht an uns oder Dritte gesendet und nicht gespeichert; Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung. Eine gültige IBAN heißt aber nur: Die Nummer ist korrekt gebaut. Ob sie dem Absender gehört, sagt Ihnen die Empfängerüberprüfung Ihrer Bank, nicht ein Prüfwerkzeug.

Läuft in Ihrem Browser. Ihre Eingaben werden weder gesendet noch gespeichert.

Prüft nur Aufbau und Prüfziffern, nicht, ob das Konto existiert oder wem es gehört. Grundlage: SWIFT IBAN Registry, Stand 17. September 2026. · Bankleitzahlendatei der Deutschen Bundesbank (7. September 2026) · Haftungsausschluss

Was in einer IBAN steckt, erklärt Was ist eine IBAN?. Warum der BIC auf Rechnungen für Euro-Zahlungen nicht mehr nötig ist, steht in IBAN und BIC. Und wenn Sie eine IBAN aus Kontonummer und BLZ brauchen, hilft der IBAN-Rechner.

Häufige Fragen

Kann jemand mit meiner IBAN und meinem Namen Geld abbuchen?

Er kann eine Lastschrift einreichen. Ohne Ihr Mandat ist sie nicht autorisiert: Innerhalb von 8 Wochen geben Sie sie ohne Begründung zurück, danach melden Sie sie Ihrer Bank, spätestens 13 Monate nach der Belastung.

Soll ich meine IBAN auf meiner Website oder in Kleinanzeigen angeben?

Wer Zahlungen bekommen will, muss sie nennen, und das ist üblich. Achten Sie dann besonders auf fremde Lastschriften in Ihren Umsätzen.

Kostet die Empfängerüberprüfung etwas?

Nein. Die Verordnung (EU) 2024/886 schreibt vor, dass Banken den Abgleich von Name und IBAN kostenlos anbieten. Im Euroraum gilt das seit dem 9. Oktober 2025.

Ist es sicher, meine IBAN auf dieser Website zu prüfen?

Die Prüfung läuft in Ihrem Browser. Was Sie eingeben, wird nicht gesendet und nicht gespeichert.